Juhurnalismus

29. April 2009

Holgi bringts mal echt auf den Punkt:

„Das Problem des deutschen Journalismus ist seine Arroganz. Die rührt aus einer Zeit, in der es den Menschen noch nicht so leicht gefallen ist, Sachverhalte selbst zu überprüfen, so dass die Journalisten sich – seinerzeit zurecht – für diejenigen halten konnten, die den Massen die Welt erklären.
Wenn man einen solchen herausgehobenen, wichtigen Status hat und zu allem Überfluss auch noch fast unangreifbar ist, weil man neben den Nachrichten auch noch die Verbreitungswege kontrolliert, wird man leicht nachlässig und noch leichter dünkelhaft.
Nachlässigkeit und Dünkel scheinen sich in die heutige Journalistenausbildung und damit die Einstellung der Journalisten gerettet zu haben – und so schreiben und senden Heerscharen von vermeintlichen Nachrichtenprofis halbgare Dinge, die ihnen dann von Laien oder Fachleuten auseinandergepflückt werden, worauf die Profis dann pikiert und hochnäsig reagieren, anstatt dankbar zu sein, dass jemand mit mehr Sachverstand ein paar Dinge erklärt. Falls sie überhaupt reagieren.
Und dann wundern sie sich, warum sie keiner leiden kann.“